
Bei sich sein in der Natur
Der Jean Paul Wanderweg führt durch Hof
Im Wald: Gespräch mit Andrea Marie Baiocchi
Gestern war ich im Wald …
Gestern war ich im Wald. Ich fühlte mich so wohl und dann dachte ich, dass die Natur eigentlich für mich Heimat ist. Da komme ich zu mir, da bin ich zu Hause quasi.
Max Dauthendey gelesen von Paul aus dem via-nova-chor München: Amselsang
Fliehende kühle von jungen syringen
Fliehende kühle von jungen syringen,
Dämmernde grotten cyanenblau,
Wasser in klingenden bogen – Wogen –
Auf fosfornen Schwingen Sehnende wogen.
Purpurne inseln in schlummernden fernen.
Silberne äste auf mondgrüner au.
Goldne lianen auf zu den sternen.
Von zitternden welten
Sinkt feuerthau.
Alexander F. Hooper: Amselsang (Max Dauthendey)
Sehnsucht: Gespräch mit den Mitgliedern des Vereins Born in Schiefweg
Ja, wenn man jetzt von der Emerenz ausgeht …
Ja, wenn man jetzt von der Emerenz ausgeht und das ist ja erst das Heimatgefühl, das ist erst gewachsen, wie sie dann ausgewandert war und in Chicago gelebt hat, dann hat sich die Sehnsucht nach dem Wald gehabt. Und dann natürlich der Gedanke, immer mein Wald, mein Leben, bis das Gedicht geschrieben hat und auch die Vögel zwitschern und so weiter. Und wenn man selber jetzt auch zuhause in der Heimat ist, kann man das verstehen, wie das bei irgendwie gelitten hat. Und dann natürlich, es geht man selber raus im Wald und dann sieht man die Jahreszeiten, im Frühling, wenn die Bäume so austreiben, wenn alles so richtig frisch grün ist, dann die Kirschbäume usw. und im Sommer, also die ganze Jahreszeit, im Herbst dann das Laub. Und es ist immer faszinierend, wenn du in der Gegend im Wald lebst.
Emerenz Meier gelesen von Elisabeth Fußeder: Ich sah einen hohen schwarzen Wald
Ich sah einen hohen, schwarzen Wald
Ich sah einen hohen, schwarzen Wald,
Die Nacht darüber. – Kein Sternlein strahlt.
Durch wildgerissene Wolken nur
Dämmert des Mondes rote Spur. –
Unheimlich ist’s, so verlassen sein,
Kein‘ Heimat haben, kein Mütterlein,
Weitum im All keine Lieb‘, kein Brot –
Aus dunklem Gebüsch ragt der Tod.
Elisabeth Fußeder: Ich sah einen hohen, schwarzen Wald
Raue Wirklichkeit: Gespräch mit Heinrich Hartl
Mit bayerischem Wald verbinde ich auch die Natur …
Mit bayerischem Wald verbinde ich auch die Natur. Eine besonders gute, reine Luft, eine spezielle Art des Umgangs der Menschen miteinander. Weniger Konventionen mehr. Natürlich, manchmal etwas grobschlächtig, aber letztlich doch ein natürliches, landschaftsbezogenes Leben, in dem man auch die raue Wirklichkeit, die früher da war, das spürt man auch noch. Das war ja früher eine sehr raue Gegend, sehr arme Gegend. Und dieses Gefühl spielt sich noch in der Musik und auch im Lebensgefühl der Menschen.
Lutz Landwehr: Nachts im Wald (Christian Morgenstern)
Bist du nie des nachts durch Wald gegangen
Bist du nie des nachts durch Wald gegangen,
wo du deinen eignen Fuss nicht sahst?
Doch ein Wissen überwand dein Bangen:
Dich führt der Weg.
Hält dich Leid und Trübsal nie umfangen,
dass du zitterst, welchem Ziel du nahst?
Doch ein Wissen übermannt dein Bangen:
Dich führt dein Weg.
Ein absoluter Begriff: Gespräch mit Mitgliedern des Vereins Born in Schiefweg
Der hohe schwarze Wald …
Der hohe schwarze Wald, das ist glaube ich für jeden von uns ein absoluter Begriff also.. Da gibts so a Liederle: Der Waldbub bin I
via-nova-chor München
Leitung: Kerstin Behnke
Soli:
Elisabeth Fußeder: Ich sah einen hohen schwarzen Wald
Carmen Fiedler-Stahl, Paul Sabel, Charlotte Deppe (Sprecherin), Christoph Ciesla (Sprecher)
Moderation: Carmen Fiedler-Stahl


