Heimat gestalten


Das Geburtshaus von Emerenz Meier in Schiefweg

Marco Herteinstein: Zwischen Wachen und Schlafen (Emerenz Meier)

Aus leichtem Traum war ich erwacht

Aus leichtem Traum war ich erwacht,
Der Mondschein blickte nieder.
Die Burschen sangen durch die Nacht
Die alten weichen Lieder.
Der nahe Wald barg rauschend sich
In neblige Gewande –
Und wieder fand ich träumend mich
Im stillen Schlummerlande.

Marco Hertenstein liest Emerenz Meier: Zwischen Wachen und Schlafen

Ein baufälliges Haus: Gespräch mit den Mitgliedern des Vereins Born in Schiefweg

Ja, das Haus ist dann leider …

Ja, das Haus ist dann leider noch der letzten Wirts-Familie, so ungefähr 1973, 1974, leer gestanden. Und in unserer Kindheit sind wir im Dorf natürlich viel unterwegs gewesen und das Haus war immer ein baufälliges Haus mit einem Eingang im Kellerfenster, wo man reinschlüpfen durfte unerlaubterweise. Und so war das immer ein bisschen Abenteuer für uns auch, das alte Haus hier zu erkunden. Und uns verbotenerweise da drin zwischen Glasscherben und heruntergefallenen Türen ein bisschen zu verstecken. Ja, natürlich war das dann später, als man dann junge Erwachsene wurden und das Haus dann im Zuge der Dorferneuerung zum Mittelpunkt des Dorfes wieder zum Renovieren anstand, war das natürlich für uns dann auch ein besonderes Haus aus dem Raus schon, dass wir als Jungs da immer drin waren. Und so war man natürlich in der Pflicht, auch mitzuhelfen und mit der Dorferneuerung wurde dann eine Arbeitsgemeinschaft gegründet, die sich eben um dieses zentrale Haus kümmern sollte, dass ja immer unser Dorfwirtshaus war und so sollte es auch wieder werden und so sollte wieder belebt werden. Und in dem Zusammenhang ist dann eben die Bedeutung des Hauses klar geworden für alle und wir haben das dann letztendlich kaufen können, renovieren können. Und so ist es heute wieder Gott sei Dank belebt und wir freuen uns mit diesem Haus.

Heinrich Hartl: Sie hat Rosen angezündet (Max Dauthendey)

Meine Liebste ist mit Lächeln

Meine Liebste ist mit Lächeln
Durch die Dornen hingegangen,
Und an allen wilden Dornen
Hat ein Blühen angefangen.
Sie hat Rosen angezündet,
Eine blieb am Rock mir hangen,
Und blieb dicht an meinem Herzen
Bang rot wie der Liebsten Wangen.

Heimatgefühl durch Museum: Gespräch mit den Mitgliedern des Vereins Born in Schiefweg

Das Heimatgefühl ist für mich durch das Museum gewachsen

Das Heimatgefühl ist für mich durch das Museum gewachsen, würde ich sagen. Also die alte Generation rechnet das schon hoch an, dass wir das Museum baut haben und so weiter. Aber wie gesagt, selber, wenn du da das miterlebst, die ganze Dorfgemeinschaft, dann die Vereine, wenn sie in einigen Vereinen einbindest, dann ist es einfach ein Muss, das wir da im Dorf Maibaum aufstellen und so weiter. Ein Muss, der Zusammenhalt, ist wichtig im Dorf und dann gibt es auch die Gemeinschaft. Dann freut‘s an jeden, also ist er jeder mit dabei. Aber sonst, wenn keine Veranstaltungen oder sonst was wäre, wäre jetzt tote Hose.

Max Dauthenday gelesen von Jella aus dem via-nova-chor München

Ines Lütge: Sie hat Rosen angezündet (Max Dauthendey)

Meine Liebste ist mit Lächeln

Meine Liebste ist mit Lächeln
Durch die Dornen hingegangen,
Und an allen wilden Dornen
Hat ein Blühen angefangen.
Sie hat Rosen angezündet,
Eine blieb am Rock mir hangen,
Und blieb dicht an meinem Herzen
Bang rot wie der Liebsten Wangen.

Dem Heimatdorf etwas zurückgeben: Gespräch mit den Mitgliedern des Vereins Born in Schiefweg

Vielleicht noch mal zum Dorf oder zum Begriff Heimat

Vielleicht noch mal zum Dorf oder zum Begriff Heimat. Ich habe auch unter anderem deswegen mich da engagiert, weil für mich das Dorf schon immer wichtig war. Und ich durfte in meiner Kindheit viele Dinge im Dorf erleben, die auch für mich prägend waren und die ganzen Rituale oder Feste, das heißt, zu Ostern, das Ratschen gehen oder zu Pfingsten, das Wasservögelsingen oder die Maiandacht die jeden Tag gebetet wurde. Und all diese Dinge, die haben sich hier im Dorfzentrum abgespielt. Und dann wird man Jugendlicher und so weiter und man fühlt sich dann doch dem Dorf ein bisschen, ja, möchte nicht sagen im Verantwortung aber doch, wenn man ein bisschen was zurückgeben kann, hat es bei uns sicherlich eine Rolle gespielt, als wir dann eben da uns begonnen haben, zu engagieren und vor allem eben dieses Haus immer als Ruine erlebt haben.

Hubert Zaindl: Zwischen Wachen und Schlafen (Emerenz Meier)

Aus leichtem Traum war ich erwacht

Aus leichtem Traum war ich erwacht,
Der Mondschein blickte nieder.
Die Burschen sangen durch die Nacht
Die alten weichen Lieder.
Der nahe Wald barg rauschend sich
In neblige Gewande –
Und wieder fand ich träumend mich
Im stillen Schlummerlande.

Alte Lieder: Gespräch mit den Mitgliedern des Vereins Born in Schiefweg

Ja, aber Schiefweg, des ist so a Platzerl …

Ja, aber Schiefweg, des ist so a Platzerl. Ja, aber Schiefweg, des ist halt a Plotz. Ja, aber weil der Schiefweg koa Pflaster hat, koa Pflaster Ja, drum wird auch dea Schiefweg koa Stoadt.

via-nova-chor München
Leitung: Kerstin Behnke

Moderation: Carmen Fiedler-Stahl