Heimat, doch nicht zu Hause


Die Westernstadt in Niederbayern

und ein Thermalbad in Ungarn

Hubert Zaindl: Zwischen Wachen und Schlafen (Emerenz Meier)

Aus leichten Traum war ich erwacht

Der Mondschein blickte nieder.

Die Burschen sangen durch die Nacht
 Die alten weichen Lieder. 

Der nahe Wald barg rauschend sich
 In neblige Gewande –

Und wieder fand ich träumend mich
 Im stillen Schlummerlande.

Emerenz Meier gelesen von Marco Hertenstein: Zwischen Wachen und Schlafen

Ein Thermalbad in Ungarn: Gespräch zwischen Paul und Heiko

Hast du einen Ort, der nicht dein Zuhause ist, der da deine Heimat ist?

Ja, es wird wahrscheinlich ein in Thermalbar in Ungarn sein , in das ich mit meinen Eltern häufig im – ja, in dem Alter, wo man eigentlich dann woanders hinfahren würde so zwischen acht und vierzehn – ganz ganz ganz oft hingereist bin im Auto, eine sehr sehr weite und lange lange Strecke. Man stellt sich das tatsächlich genauso vor, wie es klingt. Das ist ein Bad mit einem Altersdurchschnitt jenseits von und – halt eben wenig Spielpartnern in meinem Alter. Ungarn, das Land des Langosch das Land des Paprikas, das Land des Gulasch und mehr.

Aber ja, es gibt diesen Ort , der einfach durch die Frequenz und dadurch, dass es vollkommen klar und nicht zur Diskussion stand, wo wir hinfahren, mir ein Gefühl von Heimat in der Fremde gibt.

Elisabeth Fußeder: Ich sah einen hohen schwarzen Wald (Emerenz Meier)

Ich sah einen hohen schwarzen Wald

Ich sah einen hohen schwarzen Wald
Die Nacht darüber. – Kein Sternlein strahlt.
Durch wildgerissene Wolken nur
Dämmert des Mondes rote Spur. –
Unheimlich ist’s, so verlassen sein,
Kein‘ Heimat haben, kein Mütterlein,
Weitum im All keine Lieb‘, kein Brot –
Aus dunklem Gebüsch ragt der Tod.

Emerenz Meier gelesen von Elisabeth Fußeder: Ich sah einen hohen schwarzen Wald

Die glorreichen Sieben: Gespräch zwischen Paul und Heiko

Ich bin vor einigen Jahren in Südafrika …

durch die Winyards gefahren mit dem Auto. Und der rote Sonnenuntergang, der hinter uns die Berge erleuchtet hat, hat dem dringenden Wunsch in mir entfacht:. Ich möchte mir jetzt das Lied, das Hauptthema von „Magnificent Seven“, „Die glorreichen Sieben“ auf Deutsch anhören.

Und warum genau dieses Lied: Es hatte eindeutig Wildwest Feeling da durchzufahren im Auto. Und auch wenn ich wie viele Menschen ein relativ distanziertes Verhältnis zu der Geschichte Nordamerikas habe aus guten Gründen, ist für mich dieses Konzept von „der wilde Westen“ Heimat. Warum? Wir sind als Kinder mit ein bis zwei anderen Familien regelmäßig nach Pullman City gefahren. Pullman City ist eine Westernstadt im tiefsten Niederbayern und haben da wirklich viele Sommer in Pullman City verbracht.

Marco Hertenstein: und Schlafen (Emerenz Meier)

Aus leichten Traum war ich erwacht

Der Mondschein blickte nieder.

Die Burschen sangen durch die Nacht
 Die alten weichen Lieder. 

Der nahe Wald barg rauschend sich
 In neblige Gewande –

Und wieder fand ich träumend mich
 Im stillen Schlummerlande.

via-nova-chor München
Leitung: Kerstin Behnke

Soli:
Elisabeth Fußeder: Ich sah einen hohen schwarzen Wald
Carmen Fiedler-Stahl, Paul Sabel, Charlotte Deppe (Sprecherin), Christoph Ciesla (Sprecher)

Moderation: Carmen Fiedler-Stahl